Finna
Cilla aus der Villa Rustica
Du Fehlst
Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an dich denken.
Wir haben Blumen auf dein Grab gelegt, uns auf deine Treppe gesetzt und um dich geweint. Auf jene Treppe, auf der du so oft gesessen hast, mittendrin, immer bei uns, immer ein Teil unseres Lebens. Nun ist dieser Platz leer, und doch fühlen wir uns dir dort besonders nah.
Du hattest diese einzigartige Gabe, uns tief in die Seele zu schauen. Du hast gespürt, wenn wir traurig waren, hast dich still zu uns gelegt und Wunden geheilt, für die es keine Worte gab. Du warst unser Seelentröster, unsere treue Begleiterin und unser sicherer Hafen.
Jetzt, wo wir dich so sehr brauchen würden, fehlst ausgerechnet du.
Du fehlst in jeder Minute und an jedem Ort. Die Leere, die du hinterlassen hast, lässt sich kaum in Worte fassen.
Doch ebenso groß wie unser Schmerz ist unsere Dankbarkeit: dafür, dass du bei uns warst, dass wir dich lieben durften und dass du unser Leben mit deiner einzigartigen Art so viel schöner gemacht hast.
Du bist nicht mehr dort, wo du immer warst. Aber du bist überall dort, wo wir sind.
In unseren Gedanken, in unseren Erinnerungen und für immer in unseren Herzen.
Abschied von Finna
Noch immer sind wir fassungslos. Fassungslos darüber, wie schnell und unerwartet einem ein geliebter Lebensmittelpunkt genommen werden kann.
Als Finnas Welpen acht Wochen alt waren, bekam sie plötzlich Fieber. Bei unserem ersten Besuch im Notdienst der Tierklinik war sie noch munter und aufmerksam. Sie erhielt ein fiebersenkendes Medikament, und zunächst hofften wir, dass es ihr bald wieder besser gehen würde.
Am darauffolgenden Montag ließen wir sie gründlich untersuchen. Der Ultraschall zeigte keine Auffälligkeiten. Die Blutuntersuchung ergab eine leichte Anämie, eine verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen und erhöhte Entzündungswerte. Vieles deutete zunächst auf eine Infektion hin.
Bei der Kontrolle am Donnerstag hatten sich ihre Blutwerte bereits verbessert. Ein Antikörpertest auf verschiedene durch Zecken übertragene Erkrankungen fiel für Anaplasmose positiv aus. Um diesen Verdacht zu bestätigen, wurde zusätzlich eine PCR-Untersuchung veranlasst und die antibiotische Behandlung entsprechend umgestellt.
Am nächsten Tag ging es Finna tatsächlich etwas besser. Sie bewegte sich wieder mehr und konnte sogar eine kleine Runde mit uns spazieren gehen. Für einen kurzen Moment war da dieser große Hoffnungsschimmer: Wir haben es geschafft. Sie wird wieder gesund.
Doch die Besserung hielt nicht an. Finna wurde erneut müder, und am Sonntagabend begann sie auffällig zu hecheln. Am Montagmorgen fuhren wir sofort zu unserer Tierärztin. Die Blutkontrolle zeigte nun eine deutliche Anämie und eine schwere Thrombozytopenie – einen gefährlichen Mangel an Blutplättchen. Wir wurden umgehend in die Tierklinik Hofheim überwiesen.
Inzwischen lag auch das Ergebnis der PCR-Untersuchung vor: Finna war negativ auf Anaplasmose getestet worden. Die Antikörper zeigten lediglich, dass ihr Immunsystem irgendwann Kontakt mit dem Erreger gehabt hatte. Sie erklärten jedoch nicht ihren dramatischen Zustand. Die Ursache ihrer Erkrankung war damit wieder völlig unklar.
In der Klinik wurden sofort weitere Untersuchungen und Behandlungen eingeleitet. Finna wurde stationär aufgenommen und intensivmedizinisch versorgt. Am Dienstag benötigte sie eine Bluttransfusion. Das Blut spendete ihr Bruder Carinjo – ein letzter, besonderer Beistand für seine Schwester. Wir hofften weiter, dass die Therapie anschlagen und Finna noch einmal die Kraft finden würde, gegen diese schwere Erkrankung anzukämpfen.
Doch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, gegen ein Uhr, kam der Anruf, vor dem wir uns so sehr gefürchtet hatten. Finnas Zustand hatte sich weiter verschlechtert. Durch den schweren Mangel an Blutplättchen war es zu Blutungen in ihrer Lunge gekommen. Die Ärzte konnten nichts mehr für sie tun. Es gab keine Hoffnung mehr.
Wir machten uns sofort auf den Weg zu ihr.
Als wir den Raum betraten, begrüßte Finna uns noch einmal mit einem letzten Schwanzwedeln. Sie wusste, dass wir bei ihr waren. Wir durften sie halten, sie streicheln und ihr sagen, wie sehr wir sie lieben. Dann haben wir sie gehen lassen.
Es fällt uns unendlich schwer, diese Zeilen zu schreiben. Jeder einzelne Satz ist mit Schmerz verbunden. Wir haben Finna von ganzem Herzen geliebt. Wir haben gehofft, gekämpft und alles für sie getan – und sie dennoch verloren. Bis heute wissen wir nicht sicher, welche Erkrankung sie uns so plötzlich genommen hat.
Was uns bleibt, sind die Erinnerungen: an unzählige wundervolle Augenblicke, an ihr einzigartiges Wesen, ihre Lebensfreude, ihre Liebe und all das, was sie für uns war. Finna hinterlässt eine Lücke, die sich nicht schließen lässt. Doch ebenso unauslöschlich sind ihre Spuren in unserem Leben und in unseren Herzen.
Diese Seite soll als Andenken an Finna bleiben. Sie soll davon erzählen, wie sie war, wie sehr wir sie geliebt haben und auf wie viele Arten sie unser Leben bereichert hat.
Finna war so viel mehr als ein Hund. Sie war ein Teil unserer Familie, unsere treue Begleiterin und ein Mittelpunkt unseres Lebens.
Und das wird sie für immer bleiben.
Finna ist im März 2020 bei uns und unseren 4 Katzen eingezogen. Obwohl Anfangs die Freude nicht bei all unseren Katzen groß war, hat sich Finna schnell bei uns eingelebt und das große 1x1 im Zusammenleben mit Katzen erlernt.
Finna ist einfach nur nett!
Sie ist freundlich zu Kindern, Menschen, Hunden und anderen Tieren. Ihr ruhiges Wesen macht sie zum besten Begleiter in jeder Situation und so nehmen wir Finna fast überall mit hin. Allgemein ist sie sehr folgsam, lässt aber auch manchmal ihren Dickkopf raus.
Finna hat unseren A-, B- und D-Wurf zur Welt gebracht. Sie verfügt eine ruhige und ausgeglichene Art, die sie auch bei der Geburt und Welpenaufzucht an den Tag legt. Die Liebe und die Geduld mit denen sie ihre Welpen groß zieht lässt uns einfach nur dahin schmelzen.
Über Finna
Geburtsdatum: 02.01.2020
Farbe: Weiß mit roten Abzeichen (WRA)
Größe: 53 cm
Gewicht: 23 kg
HD: A2
ED: Grad 0 (frei)
Patella: Grad 1
LÜW: frei
Distichien: frei (30.10.2024)
Gonioskopie: frei (30.10.2024)
MDR Gentest: Negativ
Zuchtwertung
Äußeres: Vorzüglich Stufe 2 (495 von 525 Punkte)
Bemerkung des Zuchtrichters zum Äußeren: Harmonisch gebaute Hündin mit schöner Roter Farbe jedoch zu viel Weiß Anteil.
Wesen: Vorzüglich Stufe 2 (560 von 600 Punkte)
Bemerkung des Zuchtrichters zum Wesen: Ausgeglichene Hündin mit guter Bindung zur Besitzerin die besonders spiel- und apportierfreudig ist. Besonders sicher bei optischen und akustischen Reizen und Ringtest. In Abwesenheit der Besitzerin war sie anfangs unruhig verbunden mit Bellen.